Bij het Matanomeer op bezoek bij de kardinaalsgarnaal

De opdracht van vandaag was het verkennen van de habitat van de kardinaalsgarnaal (Caridina dennerli). Deze prachtig gekleurde zoetwatergarnaal is inheems in het Matanomeer en werd pas kort geleden wetenschappelijk beschreven. De firma Dennerle, naar wie deze garnaal genoemd werd, heeft een onderzoeksproject van het natuurkundig museum in Berlijn in belangrijke mate ondersteund. Aan het vroege opstaan waren we langzaamaan gewend geraakt, waarbij de regen bijna voor een streep door de rekening zorgde. Boven het Matanomeer hingen zware regenwolken. Nadat we tegen een tarief van 30 euro per dag een boot hadden gehuurd, gingen we naar de eerste locatie, een steile rotswand onder water, die probleemloos kon worden afgesnorkeld. Hoe fraai deze locatie ook was, we konden er nauwelijks garnalen vinden, ook slakken waren er maar minder dan op andere plaatsen. Waren de behoorlijk grote tilapia´s er misschien debet aan dat er zo weinig garnalen in deze habitat leven? Deze vissen werden voor de consumptie ingevoerd en planten zich uitstekend voort.

Am nächsten Habitat dominierten neben Laub auch Pflanzen der Gattung Ottelia das Bild. Ottelia mesenterium erinnert ein wenig an die bekannte Dauerwellenhakenlilie Crinum calamistratum, bleibt aber deutlich kleiner. Die kompakten Rosetten besaßen eine Wuchshöhe von ca. 20 cm und waren in kleineren Gruppen im feinem Bodengrund verteilt. Hier konnten wir auch Caridina holtuisi, Caridina cf. masapi und auch eine bisher nicht bestimmte Art entdecken. Große Krabben huschten über den dunklen Bodengrund vulkanischen Ursprungs. Der Regen wurde jetzt immer heftiger, doch unter Wasser blieb es still und friedlich. Das gesamte Forschungsteam hatte sich im Boot verschanzt, bis auf Chris Lukhaup der unaufhörlich weiter fotografierte. Nach dem Regen kommt ja bekanntlicherweise die Sonne.

Nur wenige Kilometer entfernt, an einem Bachzufluß trafen wir auf ein riesiges Ottelienfeld und bis zur Wasseroberfläche wachsende Armleuchteralgen. Es war gar nicht so einfach zu der Ottelia alismoides zu gelangen, da die Chara Art die Schnorchler fast am weiterkommen hinderte. Nach kurzem Kampf mit den unzähligen trieben, war der Blick frei auf die faszinierenden Ottelien. Durch den Zufluß des Baches ist die Wassertemperatur mit 23° Grad deutlich kühler als die gewohnten 28° Grad im See und Thomas sprach – einer geht noch und führte uns zu einem Pandanus(Schraubenbaumgewächse) Habitat mit kleinen Eriocaulon Pflänzchen im Flachwasser und schlammigen Schneckenhabitaten. In der Ufervegetation wuchsen wunderschöne Kannenpflanzen der Gattung Nepenthes. Jetzt war Stefan in seinem Element! Von den Eriocaulon gab es mehrere Wuchsformen und es wurde gleich fleißig gesammelt. Auch eine besonders kleinwüchsige Chara Art erregte aufsehen und wanderte in den Sammelbehälter.

Nur einen Steinwurf entfernt in einem Schraubenbaumbestand in ca. 1 Meter Tiefe unter kleinen bis mittelgroßen Steinen fanden wir dann auch die Kardinalsgarnele. Die Tiere scheinen doch recht scheu zu sein, denn kaum hebt mann einen Stein hoch verschwinden sie auch schon blitzartig. Die Kardinalsgarnele gehört mit einer Körperlänge von ca.1,5 cm zu den mittelgroßen Garnelen im Maliliseen-System. Die strahlend blauen Punkte und die weißen Ärmchen kann man allerdings schon von weitem erkennen.

Für die Crustahunter sicherlich einer der Höhepunkte dieser Reise, aber auch Stefan hatte noch weitere botanische Erlebnisse, winzigkleine an sukkulenten erinnernde Pflanzen wuchsen verstreut in den Eriocaulonbeständen. Diese Pflanze wird nur 1 bis 2 cm hoch und bildet schlauchartige, sehr feste Stängel. Kurioserweise wachsen die Pflanzen sogar in einer Wassertiefe bis zu 2 Meter und sind nur durch die zahlreichen feinen, an eine Angelschnur erinnerten Schwimmblatttrieben zu erkennen. Und auf der Wasseroberfläche flutet ein Daumennagel großes Schwimmblatt mit einer winzigen Blüte. Eine stolze Leistung für ein so kleines Pflänzchen aus der Gattung  Lymnocharus. Das Bild unter Wasser war geprägt von einmaligen Scapinglandschaften, die alle auf natürliche Weise entstanden sind, mit jeder Menge an tollen Bildern und Erlebnissen machten wir uns auf den Heimweg.

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