Auf zum Matano-See

Heute ist Wandertag angesagt,es geht vom Poso-See zum Matano-See. Thomas unser Guide meinte es seien nur 3 bis 4 Stunden wobei die Fahrt dann aufgrund der schlechten Fahrbahn doch 7 Stunden dauerte. Wir gönnten uns dann jeweils kleine Zwischenstopps von 30 bis 40 Minuten. Auf dem Weg gab dann aber auch einiges zu sehen, schöne kleine Bachläufe mit herrlicher Vegetation und bei einem vielversprechendem Bachlauf hielten wir dann an um uns etwas umzusehen. Die Kescher waren sofort im Wasser doch außer einigen Krabben war dort nichts zu hohlen. Der Plantahunter Stefan Hummel hingegen machte einen wahren Freudentanz denn in einem kleinen Seitenbach entdeckte er Lomariopsis lineata und ein bisher unbekanntes Moos. Einiges davon wanderte auch in seinen Rucksack wo er es wie sein Augapfel hüten sollte.

Wir wollten aber nicht viel Zeit verlieren also mussten wir gleich weiter. Der nächste Stopp war dann auch sehr spannend für die Crustahunter, denn hier handelte es sich um die Typlocality der Sulawesi-Bee. Auch eine bisher unbekannte winzige Krabbenart konnte gefunden werden. Sogleich packten wir dann die Wassermessgeräte aus und checkten die Parameter. Chris war fasziniert von den Nanokrabben und wollte dort gar nicht mehr weg. Es ging weiter durch kilometerlange Kautschukplantagen und dann waren wir auch schon am blau schimmernden Matano-See.

 

Wir mussten jetzt nur noch die gefährliche Überfahrt mit unseren Autos nach Soroako überstehen. Hotel gebucht, Schnorchel ausgepackt und ab in die blauen, warmen Fluten. Leider war die Location schlecht gewählt da nicht allzuweit von der Stadt weg, so das wir kaum Garnelen an dieser Stelle gesehen haben. Ausgeschlafen und in etwas unberührter Gegend wird es sicherlich eine neue Chance am Matano-See geben. 

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