Cryptocorynen?

27. Februar 2010

Nach einer einstündigen Fahrt vom Hotel erreichten wir schon früh morgens den Nationalpark Sinharaja. Gleich am Eingang warteten schon mehrere Ranger auf uns die uns freundlicherweise darauf aufmerksam machten, das nicht einmal ein Blatt aus dem Park mitgenommen werden darf. Zur Sicherheit schickten sie einen Ranger mit, der das ganze im Auge behalten sollte. Da der Park reich an Orchideen und anderen seltenen Pflanzen und Tierarten ist, geschiet dies zum Schutz der Natur. Auf unsere Anfrage ob es hier auch schöne Wasserpflanzen, vor allem Cryptocorynen gibt, hörten wir wieder das “yes, yes, yes”.

Auf steinigem Weg ging es dann immer aufwärts durch den tropischen Regenwald und bereits nach wenigen Metern fanden wir unsere ersten Photomotive. Leider hat es auch viele Blutegel am Wegesrand und Stefan wurde gleich von 2 dieser kleinen Vampire “ausgesaugt”, ohne dass er es bemerkte. Zurück bleiben große schwarze Punkte an den Beinen, die nicht aufhören zu bluten.

Die erste Wasserpflanzen konnten wir in einem kleinen Pool entdecken, Blyxa aubertii eine grasartige Wasserpflanze, die leider nur selten im Handel zu finden ist. Weiter geht es den Berg hinauf vorbei an zahlreichen Blütenpflanzen und coolen Insekten. An einem kleinen Bach machen wir Halt in Hoffnung auf weitere Wassepflanzen. In dem klaren Wasser können wir viele Rasbora und Garra Arten entdecken und auch ein paar Macropoden. Von Cryptocorynen allerdings weit und breit nichts zu sehen. Hier finden wir einige schöne Moosarten auf Steinen und Wurzeln. Bei einer Art könnte es sich um Fissidens sp. handeln, die anderen Arten sind uns bisher noch nicht bekannt und bedürfen weiteren Untersuchungen.

Auf dem Rückweg entdecken wir einige Schlangen darunter auch eine grüne Baumschlange, die wohl sehr giftig ist. Nach einem mehrstündigen Fußmarsch durch den Dschungel hatte Stefan am Ausgang des Nationalparkes noch seinen “botanischen Höhepunkt” als wir Lomariopsis lineata an einem Wasserfall endeckten. Diese Farnart sieht auf den ersten Blick aus wie eine Lebermoosart gehört aber zu den echten Farnen, das permanent im brothallium Stadium weiterwächst. Ein echter Hingucker für Pflanzenfreaks.

Rock On!

Chris und Stefan

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