Baker Falls

23. Februar 2010

Früh aufstehen war an diesem Morgen angesagt da noch einige Kilometer vor uns lagen.
Der National Park Horton Plains ist etwa 40 Minuten von Nuawara Elyia entfernt und wir wollen natürlich an diesem schönen Sonntag dem Ansturm der Touristen entgehen und deshalb müssen wir schon um 6 Uhr aus den Federn. Der Eintritt in den Park kostet in etwa 18 US Dollar und gleich am Eingang konnte Chris seine Kräfte mit einem Sambar Hirsch messen. Nach einem dreiminütigen Kampf war der Platzhirsch klar und somit waren Chris und der Hirsch wieder Freunde.

Nach etwa einem Kilometer Fußmarsch in Richtung Baker Falls entdeckten wir schon einen großen Pool mit Aponogeton jacobsenii. Das Wasser war leicht trüb und relativ kühl. In dem selben Habitat entdeckten wir auch Utricularia gramminifolia welches in den beschatteten Bereichen satt hellgrün schimmerte und in den sonnigen Abschnitten eine rosane bis pinkfarbene Färbung zeigte. Ebenfalls im Uferbereich fanden wir ein Moos und eine Eriocaulon Art. Nach der Photosession über und unter Wasser folgten wir dem kleinen Bach bis zu den Baker Falls.

 
Diese Wasserfälle sind gigantisch und auch hier stürzten wir uns gleich auf die Flora und Fauna. Im Uferbereich sowohl über als auch unter Wasser fanden wir zahlreiche Moosarten. Nach eingen Stunden des Sammelns machten wir uns in praller Mittagsonne wieder auf den Rückweg. Dabei konnten wir in einem Bach einige Forellen entdecken, die sich von kleinen Garnelen der Gattung Caridina ernährten. Die Forellen wurden von den englischen Kolonialherren eingeführt und haben die Garnelen fast ausgerottet. Mit einer Genehmigung vom Wildlife Direktor des Parks konnten wir in Begleitung dreier Ranger einge der streng geschützten Garnelen filmen und fangen. Aus dem Park ausführen durften wir die Garnelen allerdings nicht, da halfen auch die besten Kontakte und das bitten und betteln nichts. "We have strict rules" war die Antwort des Rangers.

Auch wenn wir am Ende die Garnelen nicht mitnehmen durften und wir keinen Leoparden gesehen haben (die sind hier wohl weit verbreitet) war es doch ein sehr schöner Tag. Auf dem Rückweg machten wir noch schnell an einem kleinen Bach halt, der die Heimat kleiner Krabben und Schnecken war.

Am Abend gab es wieder Chicken und Fruchtsalat mit viel Eiscreme.

Goooooood night Sri Lanka

Chris und Stefan

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