Rainbow River

Nach einem ordentlich amerikanischen Frühstück bei einer Fast Food Kette hatten wir ca. 60 Meilen südlich von Ichetucknee Springs ein Meeting mit Joe Smyth dem Manager von Rainbow Springs State Park. Joe hat uns erstmal den Park erklärt und uns jede Unterstützung versprochen, die wir benötigen, um gute Arbeit zu leisten.

Wahrscheinlich hat ihn der Dennerle Pflanzenratgeber, den wir als Gastgeschenk mitgebracht haben friedlich gestimmt. Jeder Ranger im Park war informiert und alle waren "ready to support you". Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft .

Rainbow Springs State Park,5 Meilen nördlich von Dunnelon wurde schon vor  10.000 Jahren von den Ureinwohnern Amerikas besie- delt und ist die viert grösste Quellgebiet in Florida. Das Wasser kommt nicht nur aus einer Hauptquelle, wie es sonst der Fall ist sondern aus vielen kleinen Quelltöpfen, die am Flussboden verteilt liegen. Der Tag begann sehr sonnig was für Unterwasserphotographen eher schwierig ist, da die Kontraste zu stark sind. Chris entschloss sich also ein wenig zu warten bis die ersten Wolken zu sehen waren, was die Lichtverhältnisse enorm verbesserte. Der Badebereich der Quelle wird so stark genutzt, dass es hier keine Wasserpflanzen gibt.                                                                                                                                                                                   

In den Bereichen, wo Baden verboten ist, findet man eine komplett andere Welt. Die Wasserpflanzen reichen bis zur Oberfläche und sind teilweise bis 5 Meter lang. Die allgegenwärtige Pflanze in diesem Flussabschnitt, wo wir geschnorchelt sind, war Potamogeton illinoensis.

Eine weitere sehr dominante Pflanze war eine Sagittaria Art mit sehr schmalen bis zu 1 Meter langen Blättern. Auf dem Sonnenseite des Flusses waren grosse Bestände von Utricularia foliosa vorhanden sowie auch Myriophyllum, einige Valisnerien und die schöne rote Ludwigia repens. Überall im Fluss wimmelte es von Fischen,Schildkröten und Garnelen, die sich in den dichten Utricularia Teppichen zu verstecken suchten. Das Bild ändert sich jedoch radikal, wenn man weiter flussabwärts in die bewohnten Gegenden ausserhalb des Parks kommt, wo die Menschen schwimmen, angeln und Boot fahren. Hier sind die Wasserpflanzenbestände schon deutlich dezimiert und viele weisse Sandbodenflächen bestimmen das Bild.

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