Korallen & Co

 
Scheibenanemonen

Scheibenanemonen gehören zu den anspruchslosesten Pfleglingen im Nano Cube. Sie benötigen wegen ihrer Symbiosealgen nichts als Licht und leichte Wasserbewegung. In Frage kommen neben den wunderschön gefärbten Ricordea florida auch die Gattungen Discosoma und Rhodactis. Einige Arten sind an ein Leben mit wenig Licht angepasst und besiedeln deshalb auch dunklere Bereiche des Riffs.

Krustenanemonen

Krustenanemonen bilden flächige Kolonien aus einzelnen Polypen. Oft sind sie zweifarbig und wirken wie ein bunter „Blumenteppich“, wie die besonders empfehlenswerten Vertreter aus der Gattung Zoanthus. Durch ihre

Symbiosealgen sind sie nicht auf eine Zusatzfütterung angewiesen, wenngleich viele Arten durchaus Futter annehmen und dadurch schneller wachsen. Krustenanemonen sind sehr robuste und dankbare Pfleglinge, die etwas stärkere Wasserströmung lieben.

 

Vorsicht!
 

Mit Krustenanemonen sollte man grundsätzlich sehr vorsichtig
umgehen. Manche Arten enthalten ein sehr giftiges Körpersekret
– das Palytoxin  (v.a. Gattungen Palythoa und Protopalythoa).
Beim ungeschützten Hantieren mit ihnen kann man sich durch
diesen Giftstoff schwer schädigen.

Weichkorallen

Weichkorallen der Gattung Xenia sind sehr beliebt, vor allem diejenigen Arten, deren Polypen „pumpen“, das heißt mit den Tentakeln eine rhythmische Schließbewegung ausführen. Bäumchenweichkorallen der Gattungen Litophyton, Nephthea und Capnella zählen zu den interessantesten Korallen für den Nano Cube. Sie besitzen Symbiosealgen und lassen sich leicht künstlich vermehren. Weichkorallen wiegen sich reizvoll in der Strömung und sind deshalb immer ein Blickfang

Lederkorallen

Die schirmförmigen Pilzlederkorallen der Gattung Sarcophyton sind sehr robust und anspruchslos, ebenso wie die der Gattung Sinularia. Sie gehören seit Jahrzehnten zum festen Besatz von Meerwasseraquarien. Bei Störungen können sie ihre Polypen komplett einziehen

Röhrenkorallen

Röhrenkorallen haben ihren Namen von dem röhrenähnlichen Bodengeflecht, aus dem die blumenähnlichen Polypen sprießen.

 Die Gänseblümchenkoralle der Gattung Knopia, die nach dem deutschen Aquarianer und Buchautor Daniel Knop

benannt wurde, gehört durch ihre Ähnlichkeit mit Blumen zu den hübschesten Korallen im Nano Cube. Ähnlich wie die Röhrenkorallen der Gattung Clavularia eignet sie sich hervorragend für jede Nano Cube-Größe.

 

Hornkorallen

Hornkorallen (Gorgonien) werden aufgrund ihrer Wuchsform auch als Seefächer bezeichnet. Sie wachsen aufrecht und dünn verästelt, wie z.B. Pseudopterogorgia americanum. Einige Hornkorallen, die Symbiosealgen besitzen, können sehr gut im Nano Cube gepflegt werden. Sie lassen sich auch einfach künstlich vermehren. Enge Verwandte der Hornkorallen, die Sternchenpolypen (Gattung Briareum), überziehen das Steinsubstrat mit einem hübschen Polypenpolster. Sie sind extrem widerstandsfähig und pflegeleicht. Wegen der blumenhaften Wirkung ihrer Polypen sollten sie in keinem Nano Cube fehlen.