Fische

Haltung von Fischen im Nano Marinus Cube

Die überwiegende Mehrheit der Korallenfische, auch der kleinbleibenden, gehört zu den schwimmfreudigen Tieren, für deren Pflege ein Nano Cube nicht geeignet ist. Der beliebte Clownfisch, bekannt aus dem Film „Findet Nemo“, ist dafür ein Beispiel. Er benötigt mehr Raum als ein kleines Aquarium bieten kann, wenigstens 100 Liter. Anders ist es mit Grundeln. Diese schwimmen nur extrem kurze Strecken und sitzen die meiste Zeit ruhig auf einer Koralle oder einem Stein, von wo aus sie ihre Umgebung beobachten. Die Kleinsten unter ihnen messen kaum mehr als 20 mm Körperlänge. Ihr Aktionsradius ist auch in freier Natur kleiner als die Bodenfläche eines Nano Cube mit 30 l Volumen.
 

Diese Fischlein fühlen sich in einem solchen Aquarium wohl, empfinden diesen Lebensraum nicht als räumliche Einschränkung. Im Gegenteil: In einem Riffaquarium herkömmlicher Größe mit zahlreichen großen, schwimmfreudigen Fischen leiden sie unter der Hektik, verstecken sich meist und sind kaum überlebensfähig. Ein 30 oder 60 l Nano Cube ist für sie weitaus besser geeignet. Allerdings wurden die Nano Cubes nicht schwerpunktmäßig zur Fischhaltung entwickelt, sondern für Korallen und andere Wirbellose, für Tiere, die wenig Pflege und Technik brauchen. Ziel ist es, einen kleinen Ausschnitt aus einem natürlichen Riff ins heimische Wohnzimmer zu holen, der mit wenig Aufwand langfristig biologisch stabil funktioniert.

Stoffwechselstarke Fische verlangen größere Futtermengen und damit größeren technischen Aufwand wie einen Abschäumer, um die Wasserqualität hoch zu halten. Ein Wirbellosenaquarium mit Korallen und Garnelen funktioniert biologisch in der Regel erheblich problemloser als ein Aquarium mit Fischen und ist auf seine eigene Art mindestens genauso faszinierend.

Pflegen Sie Darum Ihren NanoCube zumindest in den ersten Monaten ohne Fische. Erst wenn er sich biologisch stabilisiert hat, können Sie, z.B. beim Cube 30, zwei Exemplare einer Nanofischart einsetzen.

Wer darf nicht hinein?
In  den  Nano  Cube  gehören  grundsätzlich  keine  Tiere,  die  unter  diesen Rahmenbedingungen nicht dauerhaft lebensfähig sind. Wichtig ist stets, dass Sie die Lebensansprüche der gepflegten Tiere erfüllen. Das bedeutet zum Beispiel, dass keine schwimmfreudigen Fische eingesetzt werden dürfen oder Jungtiere jener Arten, die als Erwachsene für diese Aquarien zu groß werden. Auch Nahrungsspezialisten oder Arten, die extrem konstante Bedingungen benötigen, lassen sich in Nano Aquarien nicht erfolgreich dauerhaft halten.  Alle Tiere, zum Beispiel Garnelen oder Krebse, sollten möglichst friedfertig und deshalb gut zu vergesellschaften sein.

 

Fischarten Für NanoCubes

Die Weißbandgrundel (Gobiodon albofasciatus) wird nur 25 mm lang und benötigt wenig Platz. Die meiste Zeit sitzt sie auf einer Koralle oder einer Scheibenanemone. Zahlreiche weitere Gobiodon-Arten lassen sich hervorragend in einem Nano Cube pflegen. Zur Gattung Trimma gehört eine Fülle winziger Fischlein, die überaus farbenprächtig und kaum schwimmaktiv sind. Hier ist die hübsche Zuckerstangengrundel zu sehen (Trimma cana), die nur 30 mm lang wird.  

Grundeln der Gattung Eviota werden meist 25 bis 30 mm lang und sitzen gern auf einer Koralle, um die Umgebung zu beobachten. Hier ist Eviota bifasciata zu sehen.  

Die Gattung Elacatinus (früher Gobiosoma) umfasst zahlreiche Arten, die mit 40 mm Maximallänge sehr klein sind und sich für einen Nano Cube eignen. Im Bild: Elacatinus multifasciatus.

Die Griessinger-Grundel (Discordipinna griessingeri) gehört wohl zu den schönsten Grundeln, die man sich vorstellen kann. Sie wird nur rund 30 mm lang und ist für ein Aquarium normaler Größe viel zu klein. In einem Nano Cube dagegen hat sie ihren großen Auftritt. Stets paarweise pflegen. 

TIPP: Paarhaltung!

Zwar sollten Sie in ein 30 l Nano Cube nicht mehr als zwei Nanofische einsetzen, aber es sollte auch möglichst ein Paar sein. Wenn diese Fische ihr Leben alleine, ohne Partner verbringen müssen, fühlen sie sich nicht wohl.