Das natürliche Nahrungsangebot

Je nach Art, Lebensraum und Jahreszeit stehen bei Fischen in freier Natur die unterschiedlichsten Organismen auf dem Speiseplan – dazu gehören beispielsweise Krebstiere, Insekten, Insektenlarven, Schnecken, Muscheln, Würmer, Algen, Wasserpflanzen, Obst, Samen, Blütenpollen, Pflanzenreste, Blätter, Aufwuchs (Biofilme) und Detritus.

Prinzipiell kann man drei Ernährungstypen unterscheiden:

  Carnivore Fische    sie fressen bevorzugt tierische Nahrung
  Herbivore Fische   sie haben sich auf pflanzliche Nahrung spezialisiert
  Omnivore Fische  „Allesfresser", sie ernähren sich sowohl von tierischen als auch pflanzlichen Bestandteilen

Die meisten unserer beliebten Zierfische gehören zu omnivoren Arten, die ein besonders breites Nahrungsspektrum nutzen können. Dabei ist zu bedenken: Auch carnivore Fische fressen nicht zu 100 % tierische Nahrung. Im Magen- und Darmtrakt ihrer Beutetiere findet sich überwiegend Pf lanzenkost! Sie sind auf diese vitamin- und ballaststoffreiche Komponente unbedingt angewiesen. Genauso ernähren sich herbivore Fische nicht ausschließlich von pflanzlicher Nahrung. Denn in den Algenrasen, die sie abweiden, tummelt sich eine Vielzahl tierischer Kleinstlebewesen, die mitgefressen werden – eine lebenswichtige Proteinquelle. 

In handelsüblichem Zierfischfutter findet man ertsaunlicherweise Fischmehl als Hauptbestandteil, obwohl Fische nur bei wenigen Aquarienfisch-Arten auf dem natürlichen Speiseplan stehen. Das rührt daher, dass viele Rezepturen ursprünglich aus der Fischmast stammen, wo es darum geht, in möglichst kurzer Zeit und mit möglichst geringem Finanzeinsatz ein maximales Wachstum zu erreichen. Auf eine artgerechte Ernährung wird hierbei nur wenig Wert gelegt.

Herkömmliche Futtersorten bieten oft keine optimale, artgerechte Ernährung. Mögliche Folgen:
- verminderte Lebenserwartung,
- höhere Krankheitsanfälligkeit,
- Mangelkrankheiten, Fehlwuchs, Skelettdeformationen, usw.

Damit das Futter dennoch von den Fischen angenommen wird, werden diesen Mischungen oft noch künstliche Lockstoffe zugegeben.